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Schulnoten für die Heime


Die Heime unterliegen schon immer strengen regelmäßigen auch unangemeldeten Kontrollen der Heimaufsicht und anlassbezogenen Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Bei anhaltend schlechter oder gefährlicher Pflege gibt es Sanktionsmöglichkeiten, von einem vorübergehenden Belegungsstopp bis hin zur Schließung der Einrichtung. Mit dem neuen Pflegequalitätssicherungsgesetz sollen bis 2011 die Prüfergebnisse aller Einrichtungen veröffentlicht werden. Ein Pflegeheim, das keine demenzkranken Bewohner aufnimmt, erfüllt auch die geforderten Kriterien nicht. Es erhält eine schlechtere Note, als es tatsächlich an Leistungen erbringt. Ebenfalls geht die Bewertung nicht auf die Leistungen von Heimen ein, die im Bereich Dementenversorgung, Heimbeatmung, Versorgung von Wachkomapatienten besonderes oder zukunftsweisendes leisten.
Die bestehenden Kontrollen haben es nicht verhindert, dass jetzt nach der Prüfung von 1053 Pflegeheimen knapp 8% schlechte Noten bekommen haben.

Fördern die Noten die Qualität?

20. Oktober 2009   2 Kommentare
Kategorie: Ihre Meinung

2 Kommentare

1 Oliver 22. Oktober 2009

Ich finde es erstaunlich. Die Einrichtungen werden kontrolliert, als wenn die zunehmenden Kontrollen die Pflege besser machen und im Umkehrschluß werden die Mitarbeiter zunemend schlechter ausgebildet und entlohnt. Kein Betreiber hat ein interesse daran ungenügende Pflege zu machen in seiner Einrichtung, nur ist der zunehmende Druck , welcher auf den Einrichtungen lastet, sicherlich nicht der Garant das die Pflege verantwortungsvoller und besser wird u8nd die Mitarbeiter mehr motivation bekommen. Es wird wie auch in den voran gegangenen Prüfungen “Defizitär” geprüft, was die bestehende Pflegequalität nicht wiederspiegeln kann, da jeder Einrichtung wie keine zweite Arbeitet. Was heißen will, das Prüfungen, welche heute gemacht werden nicht die einzigartigkeit der Einrichtung wiederspiegeln kann. Wie auch die Benotung dieses nicht vermag Was auch nicht gewünscht ist. Wir in der Pflege benötigen sehr gut ausgebildete Mitarbeiter und auch ein Ansehen in der Gesellschaft, was mit “defizitären” Prüfungen nicht gefördert wird sondern eher die Gesellschaft verunsichern

2 Helge Rodewald - GF Schanzenresidenz 29. Dezember 2009

Der MDK bezieht lediglich die Pflegedokumentation in die Prüfung ein und weigert sich, Dokumentationen an anderen Stellen (z.B. Versorgungsdokumentationen) zu berücksichtigen. Auch werden Unterlagen (z.B. Versorgungsleitlinien) , die nicht mit dem Wort “Konzept” überschrieben sind als “Konzept” anzuerkennen und zweifelt die Durchführung von Handlungsanweisungen an. Es kommt nicht auf die Qualität der durchgeführten Pflege- und Betreuungsmaßnahmen an, sondern lediglich ob es dazu eine Konzeption gibt. Der Nachweis (Aufstellungen, Listen u.ä.) der Betreuungsmaßnahmen wird nicht berücksichtigt, sondern als nicht nachvollziehbar mit der Note “5″ bedacht. Es kommt nicht darauf an, was gemacht wird, sondern wo es steht, was gemacht werden soll. Sicherlich kann die Dokumentation verbessert werden, aber dieses als erheblich Pflege- und Betreuungsmangel darzustellen, ist nicht akzeptabel und wird der durchgeführten Pflege und Betreuung nicht gerecht. Es kommt nicht an, wie der Mensch gepflegt und betreut wird, sondern lediglich ob es an der “richtigen” Stelle dokumentiert ist. Jedes Schriftstück ist auch ein Dokument, insofern hat der MDK alle schriftlichen Unterlagen anzusehen und zu berücksichtigen; es ist nicht Aufgabe des MDK, eigene Vorstellungen zu entwickeln, wie die “Dokumentation” auszusehen hat!

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